Entscheidungsmonopol

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Raphael
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Entscheidungsmonopol

Beitrag von Raphael » So 2. Jul 2017, 08:26

Anarchie zeichnet sich unter anderem dadurch aus, daß alle Lebensentscheidungen vom Individuum selbst getroffen werden können. Hier liegt einer der große Konfliktherde mit den vergangenen und gegenwärtigen Gesellschaftssystemen. Bisher war und ist es so, daß sich ein Herrscher oder eine herrschende Institution über die Entscheidungsfreiheit des Individuums hinwegsetzt und nur für sich eine Entscheidungsfreiheit beansprucht, derer sich der einzelne Mensch zu unterwerfen hat. Dazu behauptet das herrschende System zusätzlich ein Recht auf Erstanwendung von Gewalt, falls der einzelne Mensch sich der Entscheidungsgewalt des Herrschenden nicht unterwerfen sollte. Über die Unethik der Erstanwendung von Gewalt soll an anderer Stelle diskutiert werden. Hier geht es um den Grundsatz des Entscheidungsmonopols.
Dazu möchte ich die Position Hans Hermann Hoppes vorstellen, die in der Darstellung des Entscheidungsmonopols meinen Ansichten sehr nahe kommt.


Alexander R.
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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Alexander R. » So 25. Feb 2018, 05:26

Hier würde ich gerne den Standpunkt von Fresco (R.I.P. 1916-2017) einwerfen den ich auch selbst seit seiner Publikation adaptiert habe und empfehlen kann, welcher sowohl im kleinen persönlichen als auch im großen gesellschaftlichen Rahmen Anwendung finden kann und eventuellen "Entscheidern" die ungefragt mein/dein/unser Leben zu regeln versuchen schlicht die Wertschätzung entzieht bzw. diese auf Nützliche(re)s verschiebt.

Dazu 2 kurze Videos als Beispiel.

Letzteres darf eventuell auch als Anstoß dienen, darüber zu reden ob es in einem deterministischen System so etwas wie Freiheit überhaupt geben kann oder wir einen für uns schwer berechenbaren doch bestimmten Weg gehen (müssen).
<Eventuell etwas off-topic hier, also falls stört einfach entfernen.>




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Alexander
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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Alexander » Mo 16. Jul 2018, 22:05

Zur Anarchie wäre folgendes zu sagen. Der Begriff wird einerseits von Anhängern eines gewissen politischen Konzeptes benutzt, anderseits steht er auch für haltlose Zustände.
Nun könnte man im Zweiten, darin die Schlussfolgerung bestimmter Leute sehen, welche das erste Konzept auf ihre Art zu Ende denken. Anders ausgedrückt , manche meinen, die Umsetzung eines herrschaftslosen Gesellschaftsmodells führt zu haltlosen Zuständen. Daher wird das Wort in diesem und jenem Sinn benutzt. Ich halte diese Verknüpfung für Fehl am Platz.
Zum einen ist es natürlich naheliegend, dass vermeintliche Nutznießer in der Hierachie eines Herrschaftsmodelle ein eigenes Interesse haben. Man kann sagen, sie machen Propaganda dafür, dass eine solches System als unumgänglich angesehen wird. Auch andere Motive sind denkbar. Manch einer sieht in einer Bevormundung Sicherheit. Andere wollen die Bevormundung abstreifen und fröhnen daher alternative Konzepte.
Unter solchen Bedingungen ist eine sachliche Auseinandersetzung in diesem Kontext unmöglich.
Meiner Meinung nach geht es um etwas ganz Anderes.
Ob ein herrschaftloses/gewaltloses Zusammenleben [sic!] in einer Gruppe möglich ist, hängt zunächst von den Ressoucen ab. Anarchie ist möglich, wenn Überfluß vorhanden ist oder eine exitstenzielles Interesse an der Akquise - aller- vorliegt, was zur Selbstorganisation und Hetrachien führt.
In Mangelsituationen muss eine Zuteilung erfolgen, was einen Zuteiler hervorbringt. Diese Position muss erkämpft werden. Kämpfen beinhaltet ein Risiko. Wer also herrschen wollte, mußte sein Leben einsetzen um diese Herrschaft zu erringen oder zu verteidigen.

Der nächste Entwicklungsschritt zum Obrigkeitstaat ist der naheliegende Gedanke dieses Riskio zu transferieren. Man teilt Leute als Gehilfen ein und teilt diesen gesobdert etwas zu. Diese Leute helfen einem die Machtposition zu bewahren. Und man muss Politik machen, um den Rest still zu halten.
Damit ist de Gruppe gespalten in die Masse, welche klaglos für anderen mitschuften und Nutznießer.
Das System verselbständigt sich.
Herrschende dürften sehr schnell gemerkt habe, dass es viel besser ist andere für sich kämpfen zu lassen. Dass das nicht immer so war, sieht man noch in den Gebräuchen und Riten des mittellalterlichen Ritterturms.

Dieses Modell ist schlicht und einfach. Nachvollziehbar und lebensnah. Daraus kann man viel ableiten.
Der umgedreht Vorgang der Zuteilung aus dem Gemeinschaftstopf ist die geregelte Einlage in den Herrschertopf in Form von Steuern und Abgaben. Ja selbst die Geldbenutzung ist unter dem Strich nix anderes.
Die Stabiltät eines solchen Systems ergibt sich aus dem ursprünglichen Affekt. In Notzeiten mit der Zuteilung nicht übergangen zu werden stimmte sicherlich fröhlich. Alte, Kranke und kleine Kinder hatten da Pech.
Genauso fröhlich zahlen viele Leute ihre Steuern, weil sie dazu gehören dürfen zur dieser famosen Manchinerie, welche die meisten Ressoucen für den eigenen Betrieb verbraucht. Der positive Effekt dabei ist, dass dieses System die Vergrößerung von Gemeinschaften ermöglichte.

Dieses System funktioniert nur unter den Bedingungen von Knappheit. Das benutzte Schlagwort des "Wachstums" ist nur eine Knappheitsumschreibung. Den Wachtum ist eine Folge der Knappheit, welche man beseitigen möchte. "Wachtum" ist somit kein verselbständigtes "Item" sondern nur ein selbsttäuschender Begriff.
Daraus ergibt sich auch, was die erste Aufgabe des Staates ist, knappheit an Gütern zur realiseren. Das ist einfach. Sinnlose Ressoucenverschwendung durch Überflüssiges, Sinnloses und Destruktives. der Saat muss dafür sorgen, dass die Masse knapp an Resourcen gehalten wird. Steuern sind nur dazu da, dass zukünftig auch Steuern gezahlt werden. das System erhält sich selbst. Für die wirtschaftlichen Prozesse gilt das Gleiche. Es geht nie um die Befriedigung und Sicherung von Bedürfnissen, sondern nur um Vorläufigkeit.
Das gleich gilt in der Wissenschaft. Diese steht unter der Generalausrede einer vorläufigen Verbindlichkeit, ohne jemals auf einen Punkt zu kommen und fragmentiert sich dabei immer mehr.
Das Ganze kann man Fortschritt nennen.
Wozu der ganze Mist? Zunächst muss man feststellen, dass 99,9% der Weltbevölkerung gar nicht da wären, wenn sich ein solches System nicht etabliert hätte. Das ist eine Populationsmasse, welche auch eine Austilgung von 99,9% aushält und dabei eine lebensfähige Erbmasse übrig bleibt. Warum gibt es diese Entwicklung? Die Frage ist ganz einfach zu beantworten, weil sowas wohl schon passiert ist. Auch hier wirkt ein selbstlernendes System. Für den Sklave ist das sicher unliebsam, aber es ist auch unliebsam vom Blitz erschlagen zu werden.
Der Rest ist Propaganda, welche sich das System selbst vorflötet, damit es funktioniert.

Ob bei den heutigen zivilisatorischen Möglichkeiten ein anderes System in der Größenordnung denkbar wäre, ist recht uninteressant, weil einfach die Protagonisten dafür fehlen. Hier wird auch verständlich warum die Kommunisten und sonstigen fehlgeleiteten Weltverbesserer den "neue Menschen" propagiert haben. Und warum es ihnen keine Probleme bereitet hatte Millionen umzubringen. Das funktionieren es Kommunismus stand dementsprechend unter der theoretischen Voraussetzung der Weltrevolution. In Konkurrenz war das System unterlegen, da die Verantwortlichen wieder von Hierachien profitiert haben.
Es ist kein Wunder das Marx auf seine kruden Ideen gekommen ist, als die Menschheit technisch in der Lage war Mangel nachhaltig auszuschließen. Aber Marx war eben ein verbrecherischer Idiot. Er hat das Prinzip nicht verstanden und das Problem an irgendwelchen bösen Männern und Klassen festgemacht.
Wenn man weiß wie Menschen und Gruppen funktioneren, dann kann man sich problemlos das Ende der Geschichte ausmalen. Und komischer Weise wird das "Ende der Geschichte" der heutigen Zeit unterstellt.
Die unbezwingbare Wahrheit ist die, dass der heutige Mensch in seiner psychischen Ausstattung verschwinden wird. Er wird Aussterben.
Danach mögen noch andere Leute rumlaufen, die so aussehen wie wir, sich aber vom Wesen und ihren kognitiven Möglichkeiten "wesentlich" unterscheiden. Eigentlich ist das naheliegend.
Wie dieser Wandel sich vollzieht ist ungewiß. Das entscheidet sich im Wettstreit der Kräfte und Gegenkräfte.
Komischer Weise sind wieder die Beführworter des bestehenden Herrschaftssystems diejenigen, welche die individuelle Freiheit am meisten promoten. Wie es in den letzen 200 Jahren schon so gewesen ist. Aber es gilt für solche Leute den Deckel drauf zu halten, aber dafür gibt es Erfahrungen aus hunderten von Jahren.
Die große Frage ist also, ob das heutige System dynamisch genug ist und Gegenströmung adaptieren kann, sonst sehen wir einen Wechsel der sich gewaschen hat.
Ich denke aber eher nicht. Die Welt ist zu groß, als das man nicht jeden Konflikt ausbluten lassen kann. Das Großexperiment Sysrien hat es gezeigt. Man nehme einen Haufen chancenloser Überflüssiger, welcher vor nichts zurück schrecken und unerschütterlich einer zirkulären Idiologie folgen und lasse sie auf die Landbevölkerung los. Und prompt passiert das, weas passieren mußte. Sie wollten auch bloß an die Fleischtöpfe und wenn sie einmal dran sind, greifen die selben Gesetzmäßigkeiten. Man kann es verkürzen. Irgendwann wollten sie auch sich in Seidenbetten schlafen und ihre Kinder sicher großziehen. Das hat ihnen den Biss genommen.
Entweder es gibt eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes oder wir werden langsam aber sich in Richtung Ameise rutschen. Schöne neue Welt eben.
Die Menschen können nicht aus Einsicht und Vernunft eine bessere Gesellschaft kreieren, herbei revolutionieren und sich pronto darin einfügen. Hier wirkt eine andere Vernunft auf welche die Menschen als Individium keinen Zugriff haben. Die Menschen können auch nicht bestimmen, dass sie ab morgen Wassertiere sind.

Horst
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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Horst » Mo 18. Nov 2019, 02:05

Hoppe lässt die Grundzüge des Libertarismus durchblitzen.

Wer zB. Oliver Janich lang genug verfolgt, kennt das Konzept im modernen Umfeld diskutiert. Ich kann ihn empfehlen, da er sein Konzept sehr gut verteidigt, dh. jeder der gegen ihn "angetreten" ist, ist an ihm zumindest abgeprallt. Er ist sehr klug und wortgewandt und man kann immer was mitnehmen.

Und dennoch bin ich der Meinung, dass der Libertarisums und auch hier Hoppe schon ganz am Beginn ihrer Überlegungen bzw. Beobachtungen falsch abgebogen sind und deshalb die gesamte Diskussion um das richtige Regierungssytem kein sinnvolles Ende finden kann = Libertarismus bietet keine realisierbare Regierungsform.

Den Libertären ist in keinem Moment Ihrer Argumentation bewusst, dass die Grundlage ihrer Sichtweise moralisches Wunschdenken ist, das mit den Naturgesetzen menschlichen Sozialverhaltens wenig zu tun hat. In Wahrheit geilen sie sich daran auf, Staats- und Steuersysteme schlecht zu reden mit gut klingenden Beispielen, verfügen aber über kein einziges reales Beispiel von Libertarismus oder gar Volontarismus.

Und auch du Raphael scheinst meiner Meinung nach diesen "Trick" übersehen zu haben, nämlich ein paar ganz naive Axiome:

1.) "Erstangewandte" Gewalt ist böse.
2.) Niemand darf über einen anderen gegen dessen Willen bestimmen.
3.) Jeder Mensch ist frei geboren.
4.) Allen Menschen stehen die gleichen Rechte zu.


Alle 4 sind in der Realtität nicht nachvollziehbar und zwar entweder, weil nicht sichtbar oder undurchführbar.
Beispiele:

ad 1.)
- Ich fühle mich in einer dunklen Gasse von einer dunklen Gestalt bedroht und schlage zu.
- Ich packe mein Kind und werfe es auf den Gehsteig, noch bevor es vom Auto tödlich erfasst wird.
- Jemand will mich berauben und ich schlage ihn nieder.

=> Unsere christliche Sozialisierung hat das Thema körperliche Gewalt dermaßen gebasht, damit wir möglichst kampfunfähig gegenüber dem Herrscher handeln. Körperliche Gewalt scheint das schlimmste zu sein. Keiner redet von seelischer Gewalt, kein einziger Libertärer. Warum nur Körper? Warum ist eine Ohrfeige so schlimm? Oder ein Kinnhaken? Irgendwelche seriösen Argumente außer: das tut man nicht, das tut weh?

ad 2.)
Babies, Kinder, Behinderte, Demente, Wahnsinnige, Dumme, Mörder, Lügner ... dürfen alles selber entscheiden? Die Libertären fügen immer diverse Ausnahmen hinzu und verschweigen, dass die Grenzen zw. Kind, behindert und mündig nicht definierbar sind, außer per Gesetz. Wer schreibt das Gesetz? Die Kinder? Die Dummen?

ad 3.)
Ich kenne keinen einzigen freien Menschen. Jeder ist irgendwem verpflichtet. Das läuft im Rudel so. Frei bist du nur, wenn du verbannt wirst. Dann bist du allein und hast die Möglichkeit Anarchist zu sein, denn Anarchie geht nur, wenn man allein ist.

ad 4.)
Babies, Kinder, Behinderte, Alte, Schwangere, Kranke ... dürfen alle das gleiche? Individuelles Recht bedeutet kollektive Pflicht. Niemand hat ein Recht zu leben. Das ist - um Raphaels Definitionen zu nehmen - nur ein Konzept. Die Realtität kennt nur: "Beweise dich oder gib nach".

Und so nebenbei: Anarchie gab und gibt es nicht.

Menschen sind Rudeltiere und müssen sich in Rangordnungen organisieren und das tun sie immer. Hoppe gibt das lustigerweise zu am Beispiel der Mafia (das sind ja die Wilden, selbst die haben "Finanzbeauftragte"). Ein Rudel hat einen Anführer und um ihn herum sitzen die edelsten an der Tafelrunde. Das ist das Naturgesetz, das sich einen Dreck um Konzepte wie Demokratie, Voluntarismus oder Libertarismus kümmert.

Und Hoppe macht sich gleich zu Beginn mit einer katastrophalen Aussage lächerlich: "Wäre alles in Privatbesitz gäbe es keine Konflikte" (bei 5:00min - ich musste es dreimal anhören, weil ich es nicht glauben konnte). Wer Kinder hat, weiß es. Wer Nachbarn hat, weiß es. Und wer autofährt, der weiß es: Erst durch den Besitz gibt es Streit. Besitz ist der Ursprung des ganzen Ärgers, weil wir alle Besitz haben wollen.

Und das bedeutet was für das Entscheidungsmonopol?

Hier kommt der nächste Trick der Libertären: Die Annahme, dass es verschiedene Regierungsformen gäbe. Es gibt aber immer nur eine einzige in der Realtität:

Die Aristokratie - die Herrschaft der Besten.

Sie ist die naturgesetzliche Ordnung - sie ist immer und überall zu sehen, wo es Rudelverhalten gibt und sie gilt deshalb auch für das menschliche Sozialsystem (Sippe = Rudel/Herdentrieb).

Staatlich äußerst sie sich in für die Masse mehr oder weniger freunlichen Formen, die alle nur möglich waren, da sich die Sippen zu riesigen Verbänden ausgedehnt haben, die sich biologisch nicht mehr sinnvoll organisieren lassen. Deshalb ist die heute weltweit häufigste Form eine spezielle Oligarchie, die sich als repräsentative Demokratie ausgiebt (Oligarchie/Tyrannei usw. sind Abarten von Aristokratie).
Man gaukelt also vor, das Volk hätte was zu entscheiden. Sie hat sich durchgesetzt, da die Oligarchen praktisch unsichtbar genau das tun können, was sie wollen, ohne jemals belangt zu werden. Der einzige Nachteil ist, dass die Durchsetzung von Plänen länger dauert. Man plant somit in 50-100 Jahren, das war den alten Monarchen vielleicht nicht schnell genug.

Es erübrigt sich also die Frage nach dem Entscheidungsmonopol. Es werden immer jene sein, die das Spiel am besten beherrschen - also sich zuerst selbst als vertrauenswürdig und stark beweisen und dann auch noch eine Entourage an Vertrauten für sich gewinnen, die bei der Bewältigung der Aufgaben behilflich ist.


Vielleicht noch kurz ein Gedanken zur "besten Regierungsform": Das Thing.

Es ist eine usprünglich, archaische Aristokratie in kleinen Sippenverbänden. Es gibt einen Anführer, einen Ältestenrat und Volksversammlungen. Diese Form ist für die meisten archaischen Stämme der Frühgeschichte anzunehmen (vgl. Indianerstämme). Den Garaus hat diesen Systemen die Einführung der Geldwirtschaft gebracht, die es ermöglichte, riesige Menschenmassen zusammenzuschließen in einer Form, die auch der gesündeste, stärkste, und weiseste Anführer nicht mehr anführen kann und somit zu einem Gewalt-, Betrugs- und Täuschungssystem übergegangen werden musste.

---

Man kann die Aristokratie ungerecht finden. Aber wie findet wohl die Vogelspinne das Naturkonzept der Wespe, die die Spinne betäubt und die Jungen auf sie legt, welche die Spinne dann bei lebendigem Leib gemächlich auffressen?

Kurzum gemäß Goethe:

"Die Natur hat jederzeit recht, und ist gerade da am gründlichsten, wo wir sie am wenigsten begreifen."

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Rico
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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Rico » Mo 18. Nov 2019, 21:18

Hallo Horst,

Aristokratie scheint auch nach meinem Dafürhalten die Beste - und älteste - Form menschlicher Zivilisation. Aristokratie ist eine Ur-Astrale Herrschaftsform. Ähnlich Sternen um die sich Planeten ringen.... Wir existieren doch in einem Sternengefüllten Plasmaversum und nicht in einem Brockenbevölkerten Hologramm...? Außer im Brüssler Bockelsonreich vielleicht...
Allerdings kann ein Aristokrat nur so konstruktiv sein wie auch sein Volk in der Menge ist. Exakt hier schlummert des Pudels Kern!
Denn ist ein Volk aufgrund irgend eines Ereignis ( Ur-Motiv >kosmisches Trauma >Gott/Satansglaube...) geprägt und somit eine geistig unmündige Masse, dann ist es auch um seinen Aristokratischen Apparat arg schlecht gestellt. Wie der Herr so's Gescherr...
In diesem Falle - den wir dato erleben - bleibt nur die individuelle Anarchie - ähnlich Ernst Jüngers Anarch - übrig. Nur so kann man sich wenigstens psychisch loseisen vom physischen Panoptikum der alltäglich beobachtbaren 'Herrschaft der Minderwertigen'....

Horst
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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Horst » Mo 18. Nov 2019, 21:40

Wie lebt man "individuelle Anarchie"?

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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Rico » Mo 18. Nov 2019, 21:41

Keine Ahnung, ich dachte Du beschreibst es noch.

Horst
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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Horst » Mo 18. Nov 2019, 21:59

Horst hat geschrieben:
Mo 18. Nov 2019, 02:05
Und so nebenbei: Anarchie gab und gibt es nicht.
Rico hat geschrieben:
Mo 18. Nov 2019, 21:18
In diesem Falle - den wir dato erleben - bleibt nur die individuelle Anarchie - ähnlich Ernst Jüngers Anarch - übrig.
Also, was soll das sein?

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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Rico » Mo 18. Nov 2019, 22:10

Wenn du meinen Text gelesen hättest (schon wieder...) dann würdest du einen Verweis wahrgenommen haben.
Geh doch in den Wald Horst und übe Freies Denken. Es hilft ein Entscheidungsmonopol zu etablieren.

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Re: Entscheidungsmonopol

Beitrag von Horst » Mo 18. Nov 2019, 22:19

Rico, hättest du meinen Text sinnerfassend gelesen, dann wüsstest du, dass er an Raphael adressiert war (Adressieren, dein Lieblingsthema).
Belassen wir es dabei, du bringst echt gar nichts mehr ein außer Text, viel, viel Text. Ich brauche ihn nicht. Ich denke, das haben wir jetzt ein 2. mal geklärt.

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